Werkstatt Rechner

Als Werkstatt Rechner dient mir ein altes Notebook meiner Schwester, es handelt sich um ein BENQ S73G. Vor allem der DVI Ausgang war für die damalige Preisklasse ein Novum. Auch die leicht nachrüstbare DVB-T Karte war sicher für viele ein nettes Bonbon (bei den internationalen Modellen war diese integriert, bei dem europäischen Modell wurde sie gestrichen, es ist aber alles für den Einbau vorbereitet). Leider wurde die Heatpipe, die GPU und CPU kühlt mit einer hohen Toleranz gefertigt, wodurch ein sehr großer Spalt zwischen GPU und Kühlkörper besteht. Dieser wird von einem sehr minderwertigen Wärmeleitpad überbrückt, was relativ schnell altert. Daher wird dieses Modell aufgrund der immer schlechteren Wärmeabfuhr mit steigendem Alter immer lauter. Dies lässt sich schnell beheben, nach kurzer Shoppingtour bei z.B. ebay.

Benötigt werden:

Wärmeleitpad 2 mm >= 5 W/mK, Wärmeleitpaste und etwas Isopropanol zum Reinigen (alles zusammen <7€ inkl. Versand)

Für DVB-T eine passende Mini-PCIe Karte:

z.B. AOpen DVB-T Hybird Yuan MC 770A Mini PCI-E TV Card (<10€ inkl. Versand)

Zuerst wird die Notebookabdeckung entfernt, anschließend müssen die sechs eingezeichneten Schrauben gelöst werden. Auf dem Bild sieht man die bereits eingebaute DVB-T Karte.

Nachdem alle Schrauben gelöst wurden, lässt sich die Heatpipe samt Kühler entfernen. Nun liegen GPU und CPU frei und können mit dem Alkohol von Rückständen befreit werden.

Nach dem Reinigen wird das Wärmeleitpad auf die GPU aufgesetzt und die Wärmeleitpaste auf der CPU verteilt.

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Neues Spielzeug :)

Da hat Hongkong Mail meinem Briefkasten mal wieder gut zugesetzt. Leider müssen die Teile noch 2 Wochen auf ihren Einsatz warten…

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Lenovo Ideapad S205 Mod

Für die kleinen Arbeiten unterwegs und zwischendurch habe ich ein Lenovo Ideapad S205. Ich habe mich damals für dieses Netbook entschieden, da es ohne Betriebssystem daher kam und mir die AMD Fusion Plattform sehr gut gefiel. Die Verarbeitung ist soweit in Ordnung, nur eine Öffnung in der Bodenplatte wäre wünschenswert gewesen. So muss man für einen Wechsel von RAM, Festplatte, e.t.c. immer das gesamte Gerät zerlegen. Aber für gerade einmal 200€ kriegt man mehr als genug Akkulaufzeit und ein nettes Gerät zum Basteln. Denn darum soll es hier ja gehen… 🙂

So habe ich gestern endlich einen Streifen Mini PCI-E Sockel bekommen (das S205 hat, wie viele Netbooks, die nötigen Lötpads für den Sockel, da es auch in einer UMTS Version mit entsprechender Mini PCI-E Karte verkauft wird). Bei Interesse kann ich auch gerne die nötigen Schritte für einen UMTS Umbau veröffentlichen (man muss zusätzlich noch Antennen in den Displayrahmen einziehen und je nach dem welche Karte man holt auch noch den Sim Karten Sockel hinter dem Akku auflöten). Ich will den Sockel allerdings für eine eigens entworfene Mini PCI-E Karte nutzen, die Gerber Files sind schon beim Produzenten, jetzt heißt es abwarten. Bilder vom Einbau gibt es auch erst nach Ankunft der Karte, da ich keine Lust habe, das Gerät zweimal auseinander zu nehmen…

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Footprints für unbekannte Bauteile generieren

Wer häufig Platinen entwerfen muss, kommt um das Erstellen passender Footprints für seine Bauteile nicht herum. Für das notwendige Hühnerfutter und Standard ICs finden sich in der Regel welche in den mitgelieferten Bibliotheken, ansonsten lohnt es sich auch immer eine der unten genannten Bibliotheken zu durchforsten. Aber spätestens, wenn ausgeschlachtete Bauteile oder irgendwelche Chinabauteile ohne Herstellerkennung verbaut werden sollen, muss man selber ran. 🙂

Bei mir hat sich hierfür der gute alte Messschieber und ein Scan zum Vermessen des Bauteils bewährt. Mit dem Messchieber kann man am besten ein vorhandenes Raster oder dergleichen ausfindig machen, während sich am Scan die kompletten Dimensionen und Anschlussmaße entwickeln lassen. Im Folgenden beispielhaft ein MicroSD Card Sockel (stellvertretend für SMD Teile) und eine 4-fach Modularbuchsen Reihe (stellvertretend für Steck Bauteile):

Ich habe hier GIMP genutzt. Zuerst stellt man die Einheiten unten links auf mm und kann nun mit dem Maßband Abstände und Winkel messen.

Die Strecke zwischen erstem und letztem PIN beträgt z.B. 8,8 mm (wie sich unten links in der Anzeige ablesen lässt), was einem PIN Abstand von 1,1mm entspricht. Diese gemittelten Messungen empfehlen sich bei allen wiederholenden Abständen.

Nachdem alle Maße erfasst wurden, kann das Bauteil in Eagle angelegt werden. Das Vorgehen soll hier nicht weiter ausgeführt werden, da das Eagle Handbuch hier sehr ausführlich alle nötigen Schritte in Kapitel 8 „Bauteilentwurf an Beispielen
erklärt“ ausführt. Beim Erstellen des Packages bietet sich das Nutzen der Befehlszeile an:

GRID mm

–> stellt das Raster auf die entsprechende Einheit um.

MARK (10 10)

–> setzt das Bezugskoordinatensystem auf x = 10mm und y = 10mm.

MARK  (R 10 10)

–> würde das Bezugskoordinatensystem nun auf Global x = 20mm y = 20mm setzen, so kann man wunderbar sein Bezugssystem während des Layouten mitwandern lassen.

SMD 2 1 -0 R45 ‚GND‘ (R 10 10)

–> erstellt ein SMD Pad mit den Abmaßen 2×1 mm ohne Rundung im 45° Winkel mit dem Namen „GND“ bei x = 10mm y = 10mm bezogen auf den Referenzpunkt.

SMD 5 5 -100 ‚VCC‘ (P 10 45)

–> erstellt ein rundes SMD Pad mit dem Durchmesser 5 mm mit dem Namen „VCC“mit den Polarkoordinaten r = 10mm Winkel = 45° bezogen auf den Referenzpunkt.

Mit „help“ gibt es weitere Befehle… 🙂

Der fertige Footprint wird nun ausgedruckt und mit dem Bauteil verglichen, hier ruhig ein wenig Zeit investieren, noch sind Fehler günstig 🙂

Bei den Steckbauteilen ist das Reverse Engineering deutlich schwieriger, da die Bohrungen exakt auf dem Bauteilraster liegen müssen. Bei den SMD Pads legt man diese einfach etwas größer aus und schiebt sich das ganze zurecht. 🙂

Vor allem sorgt die begrenzte Tiefenschärfe des Scanners für lustige Bilder, die halt nur an den Kontaktflächen (nur diese sind für uns von Interesse) scharf sind.

In diesem Fall handelt es sich um ein Standardbauteil, welches in vielen Routern e.t.c. verbaut ist. Somit kann man häufig auch das Datenblatt anderer Hersteller nutzen, da sich hier meist ein oder zwei Standardabmessungen durchgesetzt haben (einen Bestückungsautomat möchte man nicht neu einstellen, nur weil das Bauteil gerade nicht von Hersteller XY lieferbar ist).

Somit wird ein Datenblatt eines beliebigen Herstellers besorgt und die Anschlussmaße mit ein paar Testmessungen verifiziert. In diesem Fall habe ich ein Datenblatt von Würth Elektronik geladen und wieder GIMP gestartet.

Das Maßband gibt 53,3 mm aus, gegen 53,34 mm im Datenblatt. Noch ein paar Messungen mit dem Messschieber, welche bestätigen, dass das Datenblatt verwendet werden kann.

Ohne ein ähnliches Datenblatt wäre die schwerste Entscheidung das Bauteilraster geworden. Hier habe ich 2,52 mm gemessen, was schon nach typischem 2,54 mm Raster riecht, allerdings sind auch 2,5 mm kein untypisches Raster. In diesem Fall hilft es, einen Haufen an Platinenresten liegen zu haben. Die Lochreihe wird dann soweit runter geschliffen, dass nur noch die Hälfte der Bohrung stehen bleibt, diesen „Kamm“ kann man nun an die Beinchen anlegen und merkt direkt welches Raster passt (Bild von meiner Kammsammlung folgt).

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Pegelwandler

Gestern habe ich Kalles neues Erweiterungsboard, das Net-SD-Disp-Board überflogen und muss sagen, so stelle ich mir ein nützliches Erweiterungsboard vor! Nur der edle Pegelwandler ST2378 stieß mir ein wenig auf, kostet er mit über 3€ doch mehr als so mancher Mikrocontroller. Daher stellt sich schnell die Frage, ob man in diesem Fall wirklich einen bidirektionalen Pegelwandler  mit einer minimal erreichbaren Datenrate von 13Mbps benötigt. Da diese Frage in letzter Zeit häufiger im Freundeskreis aufkam und regelmäßig diverse Foren füllt, hier ein paar wichtige Punkte und Links zu dem Thema. Die wichtigsten Fragen, die ihr klären müsst, bevor ihr auf die Suche nach dem passenden Pegelwandler geht:

  • einzubindender IC 5V tolerant? ->Kein Pegelwandler nötig
  • bidirektional oder unidirektional? (Dies ist für jede einzelne Datenleitung zu beantworten – nur weil ein IC mit eurer MCU spricht, ist er noch nicht bidirektional) -> siehe SPI
  • Welche maximale Bauform darf der Pegelwandler haben?
  • Welche Datenrate muss sicher erreicht werden?

Hier die Grundüberlegungen ausführlich.

Ein umfangreicher Wikiartikel zum Thema bei mikrocontroller.net .

Eigentlich für die MSP430 Familie, viele der Aussagen drehen sich aber allgemein um Pegelwandlung

Gutes Application Note von Microchip zu dem Thema

bidirektionale Pegelwandlung bei I2C

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Operationsverstärker

Da ich es gerade mal wieder benötigt habe, möchte ich hier auf das wirklich sehr gute, kostenfreie Dokument von Texas Instruments zum Thema Operationsverstärker hinweisen. Und ja, es ist mal wieder ein neues Projekt unterwegs… 🙂

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Wasserkocher Reparatur HD4685

Mein Wasserkocher ist seit einiger Zeit undicht, allerdings hat es mich bisher nie sonderlich genervt, da man nur darauf achten musste, ihn nicht voll stehen zu lassen. Aber heute fing er an, unentwegt Wasser zu verlieren. Daher wurde er jetzt endlich mal repariert. Da ich nirgends eine Anleitung im Netz gefunden habe, wie er am besten zu öffnen ist, hier kurz eine Anleitung für Leidensgenossen. Leider nicht als Video, da ich erst hinterher beschlossen habe, zu dokumentieren.

Das gute Stück :)Zum Öffnen nehmt ihr den Wasserkocher zwischen die Beine und dreht zunächst die drei 8er Torx-Schrauben raus. Dann nehmt ihr zwei möglichst breite Schlitzschraubendreher, die gerade noch in die eingezeichnete Aussparung passen und drückt diese von euch weg. Nun sollte der gesamte Boden nach oben ploppen. Die Heizplatte samt Dichtung ist nun nicht mehr fixiert, ihr könnt sie einfach durch Drücken von innen nach unten rausdrücken. Bei mir hat einfach das Abziehen und Reinigen der Dichtung geholfen. Ansonsten bekommt man hier eine neue Dichtung. Anschließend alles wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammensetzen und sich über einen dichten Wasserkocher freuen.

Position für die Schlitzschraubendreher

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Matlab/Simulink Arduino

Nachdem ich vor einiger Zeit über die Simulink Unterstützung für den Arduino gestolpert bin, wollte ich diese gestern ausprobieren. Allerdings nutze ich für Arduino Projekte immer ein altes AVR Testboard, welches als USB -> TTL Brücke einen Profilic 2303 Chipsatz nutzt; dieser stellt genau wie der FTDI FT232RL einen virtuellen COM Port bereit. Und normalerweise funktioniert diese Kombination auch genauso zuverlässig, wie die Original Variante. Aber Matlab wollte einfach keinen gültigen COM Port finden. Daraufhin habe ich einen anderen Aufbau mit FTDI FT232RL angeschlossen und sofort erkannte Matlab einen COM Port. Also noch mal schnell die verdächtige Funktion arduino.Prefs.searchForComPort in Prefs.m begutachtet.

Und tatsächlich – die Funktion sucht nach einem Registry Schlüssel \\Device\\VP0 in HKEY_LOCAL_MACHINE\HARDWARE\DEVICEMAP\SERIALCOMM. Also schnell im Registry Editor geschaut, als was sich der Profilic 2303 anmeldet. Nach dem Ändern auf \\Device\\ProlificSerial0, lief der ganze Spaß dann auch mit der FTDI Alternative. 🙂

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Mini Update #1

So, es geht hier ganz langsam ein wenig voran, ich habe gestern mit Tilman endlich ein paar Fotos gemacht, damit ihr in Zukunft auch erkennt, wovon ich rede.

Ein kleines Update gab es auch, der Artikel zum Bluetoothmodul BTM400_6B hat es endlich online geschafft. 😉

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Willkommen

Endlich der Neustart des kleinen Bastelblogs. Hier werden in den kommenden Wochen die alten Beiträge sowie aktuelle Projekte zu finden sein.

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